Kritik des naiven Konsequentialismus
Stiftung für Effektiven Altruismus, March 28, 2016
Abstract
Dieser Artikel argumentiert, dass die praktischen Implikationen des Konsequentialismus denen der regelbasierten Deontologie und der Tugendethik ähneln. Der Konsequentialismus wird oft aufgrund einer naiven Interpretation kritisiert, die fälschlicherweise annimmt, dass Konsequentialisten ausschließlich die direkten Folgen ihrer Handlungen betrachten, ohne die Korrelation ihrer Entscheidungen mit denen anderer rationaler Akteure zu berücksichtigen. Anhand zweier Beispiele, dem Versprechenhalten und der Wahlbeteiligung, wird gezeigt, wie diese naive Interpretation zu suboptimalen Ergebnissen führt. Eine nicht-naive Interpretation des Konsequentialismus berücksichtigt die Notwendigkeit, Versprechen einzuhalten und sich an gesellschaftliche Normen zu halten, um Kooperation und Vertrauen zu fördern. Diese Interpretation erfordert eine breite Definition von “Handeln”, die Entscheidungsheuristiken und die Kultivierung von Charaktereigenschaften einschließt, die zu optimalen Ergebnissen führen. Somit entspricht ein umfassender Konsequentialismus eher der Deontologie und Tugendethik, als gemeinhin angenommen. - KI-generierte Zusammenfassung.
